Courage gegen Rechts
Eine Ebene höherInformationen der Initiative "Courage gegen Rechts".
29. Juli – Demonstration gegen Nazitreffpunkte in Bielefeld
Der AStA der Universität Bielefeld ruft für Dienstag, den 29. Juli 2003 zu einer Demonstration gegen den Nazitreffpunkt "Postmeister" auf. Beginn der Veranstaltung unter dem Motto "Antifascist Campus – Bi City zeigt Gesicht gegen Rechts" ist um 18.00 Uhr auf dem Jahnplatz. Der Aufruf:
Happy-Hour im Postmeister...
... nicht für alle eine glückliche Stunde! Seit gut 2 Jahren treffen sich dienstags, zum Teil auch donnerstags, militante Neonazis in der Gaststätte "Postmeister" zum wöchentlichen Biertrinken. In der Innenstadtkneipe am Kesselbrink treffen Anhänger von Parteien wie der NPD und deren Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten/JN" mit Schlägern aus dem von Neonazis durchsetzten Spektrum der Hooligans zusammen. Stadtbekannte Neonazis, wie der Bielefelder Bernd Stehmann, pflegen hier Kontakte mit regionalen Neonazistrukturen. Außerdem wird gezielt versucht, unpolitische Jugendliche mit rechtem Gedankengut in Berührung zu bringen. Diese werden mit Freibier und rechter Propaganda in die Szene gelockt.
Mit Klassik und Rock gegen Postmeister
Am Dienstag dem 22. Juli demonstrierten rund 150 Menschen gegen die Neonazikneipe "Postmeister" am Bielefelder Kesselbrink. Mit Röcken bekleidet bot die Gruppe "Lebenslaute" klassische Musik live und unplugged.
Demonstration gegen Postmeister von Polizei behindert
Mit einer Demonstration zum Thema der 80er Jahre wurde die Kampagne gegen den Neonazitreffpunkt "Postmeister" am 13. Mai fortgeführt. Rund 200 Menschen beteiligten sich an der Aktion in Bielefeld, die von der Polizei diesmal erheblich behindert wurde.
Razzia im "Postmeister"
Nachdem Polizei und städtische Behörden lange Zeit ignoriert haben, dass sich die Bielefelder Gaststätte "Postmeister" zu einem regelmässigen Nazitreffpunkt entwickelt hat, fand in dem Lokal am 15.1.2003 eine Razzia statt.
Kundgebung gegen Nazitreff erfolgreich
Als Erfolg werten die Veranstalter Demonstration und Kundgebung gegen den Nazitreffpunkt im "Postmeister". Rund 500 Menschen beteiligten sich am 25. Februar in Bielefeld an den Protesten. Aufgrund der Kundgebung war das Lokal an diesem Abend geschlossen.
Pink & Silver gegen Postmeister
Am 18. März 2003 fand eine bunte Demonstration gegen den "Postmeister" statt. Durch "Radical Cheerleading" wurde dem Protest gegen das "Sturmlokal" der Neonazis lautstark und lebendig Ausdruck verliehen.
Erfolg für "Courage gegen Rechts" - Neonazitreffpunkt wird geschlossen
Die Gaststätte Postmeister am Bielefelder Kesselbrink wird geschlossen. Das meldete die Neue Westfälische am 1. August. Ein großer Erfolg für die Kampagne von "Courage gegen Rechts". Seit Anfang des Jahres führte das Bündnis Aktionen und Demonstrationen gegen den Neonazitreffpunkt durch.
Staatsschutzabteilung kriminalisiert Protest gegen Postmeister
Mindestens 12 Ermittlungsverfahren hat die sogenannte Staatsschutzabteilung der Polizei Bielefeld gegen Menschen eingeleitet oder angekündigt, die gegen den Neonazitreffpunkt Postmeister protestiert haben. Zwei davon betreffen die Antifa West. Gegenstand der meisten Verfahren sind Meinungsäußerungen und angebliche Beleidigungen. Teilweise wird gegen offensichtlich Unschuldige ermittelt. In einer Erklärung protestiert die Antifa West gegen das Vorgehen der Staatsschutzabteilung. Sie befürchtet eine Kriminalisierung des Engagements gegen Rechtsextremismus, eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und eine Verzerrung der Statistik im sogennanten Phänomenbereich "Politisch motivierte Kriminalität-links".
Pressemitteilung des AStA der Uni Bielefeld zu der skandalösen Kriminalisierung antifaschistischer Proteste in Bielefeld
In München planen Neonazis Bombenanschläge auf jüdische Einrichtungen. In Overath bei Köln tötet ein behördlich registrierter Neonazi 3 Menschen. Es ist mal wieder Zeit für entschlossenen Widerstand gegen der Terror von "Rechts'. Sollte man meinen... Aber der polizeiliche "Staatsschutz" und die politische Abteilung der Staatsanwaltschaft in Bielefeld sehen das offenbar anders. Sie haben nichts Besseres zu tun als ausgerechnet gegen Gegner/innen der Neonazis vorzugehen.
Keine Meinungsfreiheit für AntifaschistInnen - Erster Prozess gegen Postmeisterproteste
Eine absurde Vorstellung: Edmund Stoiber muss sich vor dem Bielefelder Amtsgericht verantworten. Der Vorwurf: Öffentlicher Aufruf zu Straftaten in Verbindung mit Landfriedensbruch. Zur Verhandlung steht der Aufruf des CSU-Politikers, den Bundeskanzler im Wahlkampf "scharf anzugreifen". Stoiber wird zu 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. In der Urteilsbegründung legt die Richterin dar, zwar könnten mit der Aussage auch politische Angriffe gegen den Kanzler gemeint sein, es sei aber nicht auszuschließen, dass sie im Sinne eines gewalttätigen Angriffs interpretiert werden könnten. Schließlich habe es in der politischen Auseinandersetzung auch schon Eier-, Farbbeutelwürfe und Attentate gegeben. Es traf natürlich nicht den bayerischen Ministerpräsidenten, sondern einen jungen Antifaschisten, der mit einer Aktion gegen den Postmeister protestiert hatte.