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Ein Besuch im "Postmeister"

Protokoll des Besuchs im in der Gaststätte Postmeister am Kesselbrink

Am Dienstagabend, dem 23. 7. 2002, gehen wir, 9 Leute, in den Postmeister, um das Gerücht zu überprüfen, dass sich hier Dienstags Neonazis treffen sollen.

20.45: Wir betreten die Kneipe. Gleich beim Eintreten hören wir aus einer Ecke den Ruf Jetzt geht s lo-hos! . Wir tun so, als ob wir nichts gehört hätten und setzen uns an zwei Tische direkt am Fenster in der Nähe des Hintereingangs, wo wir zusammen sitzen können und etwas abseits vom anwesenden Publikum sind. Der Spruch kam aus einer hinteren Ecke in der Nähe der Bar, in der Kneipe sind ca. 15-20 hauptsächlich männliche Gäste, die meisten um die 50 Jahre alt. Sie sehen aus wie typische Stammtischbesucher. In der Kneipe werden deutsche Schlager gespielt.

Wir bestellen alle ein Getränk. Kurz vor neun kassiert die Kellnerin ab: Gleich beginnt die Happy hour , von 9-10 bekommen männliche? Gäste Bier kostenlos.

Jetzt beginnt sich die Kneipe schnell zu füllen. Bis ca. 21.10 kommen etwa 40 eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnende Jugendliche, darunter ein Drittel Frauen, in die Kneipe. Auf ihrer Kleidung sind eindeutig neofaschistische Symbole und Losungen zu sehen: z.B. ein T-Shirt zur Erinnerung an Rudolf-Hess, verschiedene an das Hakenkreuz erinnernde Symbole, ein Germany survive -Kapuzenpullover.

Die Gäste scheinen sich gut zu kennen, sie begrüßen sich untereinander, es wird immer deutlicher spürbar, dass wir nicht zum Stammpublikum gehören. Es spricht uns aber niemand an, nur ab und zu treffen uns abfällig musternde Blicke. Die Kneipe wird immer voller, jetzt stehen auch direkt neben uns die meist kurzgeschorenen Gäste. Gegen 21.20 wird die Stimmung so beklemmend, dass wir die Kneipe verlassen: Wir haben jetzt mit eigenen Augen gesehen, dass sich Dienstags hier tatsächlich eine erschreckend hohe Anzahl von offensichtlich Rechtsradikalen trifft.