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Kundgebung gegen Nazitreff erfolgreich

Als Erfolg werten die Veranstalter Demonstration und Kundgebung gegen den Nazitreffpunkt im Postmeister . Rund 500 Menschen beteiligten sich am 25. Februar in Bielefeld an den Protesten. Aufgrund der Kundgebung war das Lokal an diesem Abend geschlossen.

Seit etwa zwei Jahren treffen sich an die 40 bis 50 Neonazis in der Gaststätte am Kesselbrink. Das Sturmlokal dient ihnen als Treffpunkt zum Austausch von Informationen und als niedrigschwelliger Anlaufpunkt zur Nachwuchsrekrutierung. Im Umfeld des Lokals fand zuletzt im November ein brutaler Überfall auf einen Migranten statt. Während die Wirtin die Treffen als harmloses, geselliges Beisammensein schildert, spricht die neonazistische NPD von nationaler Jugendarbeit im Zusammenhang mit dem Lokal.

Zahlreiche Bielefelder Initiativen und Gruppen, die sich in dem Bündnis Courage gegen rechts zusammengeschlossen haben, wollen diese Zustände auf dem zentralen innerstädtischen Platz nicht länger hinnehmen. Ihr Ziel ist die Beseitigung des Nazitreffs. Die Demonstration und Kundgebung am 25. Februar war der Auftakt für eine Kampagne, die den Nazis den öffentlichen Raum streitig machen soll.

Nachdem sich die rund 500 AntifaschistInnen um 19.30 Uhr auf dem Jahnplatz versammelt hatten, gab es eine kurze Demonstration zum Kesselbrink, wo gegenüber der Gaststätte eine zweistündige Kundgebung stattfand. Auf dem Programm standen ein Diavortrag über die Neonaziszene in der Region, Reden der Antifa-West und der PDS sowie Musik von dem HipHop-Projekt Gegenstrom aus Bochum. Gegen 22.00 Uhr zog die Demonstration mit deutlich weniger TeilnehmerInnen zurück zum Jahnplatz und wurde dort beendet.

Naziprovokationen abgewehrt

War das Lokal während der Aktion geschlossen, blieben die Neonazis nicht untätig. Mehrere Gruppen streiften durch die Innenstadt und versuchten die Demonstration zu provozieren. Dabei wurden vor allem mehrere NPD-Aktivisten aus der Region gesehen. Gleich zu Beginn der Veranstaltung traten Neonazis in eindeutigem Outfit auf dem Kundgebungsplatz auf, darunter auch der jugendliche Sohn der Postmeisterwirtin Katja Robson. Während die Polizei die Gruppe gewähren ließ, griff sie ein, als die extremen Rechten seitens der AntifaschistInnen friedlich aber entschlossen vom Platz gedrängt wurden. Zuvor waren sie mehrfach aufgefordert worden sich zu entfernen. Infolge eines von Polizei und Neonazis provozierten Gerangels wurden zwei Antifaschisten festgenommen. Eine weitere Gruppe mit bekannten NPD-Aktivisten hielt sich ebenfalls direkt auf dem Jahnplatz auf und musste von AntifaschistInnen aufgefordert werden sich zu entfernen. Sogar die Postmeisterwirtin hatte sich inkognito unter die KundgebungsteilnehmerInnen auf dem Kesselbrink gemischt und verließ den Platz erst nach einem entsprechenden Hinweis.

(Antifa-West, März 2003)