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Collegium Humanum – Überblick

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Die "Heimvolkshochschule" wurde 1963 gegründet. Träger des Seminarhauses ist ein gleichnamiger Verein, dem Ursula Haverbeck vorsteht. Neben Veranstaltungsräumen bietet das Collegium Humanum rund 50 Übernachtungsplätze. Sie werden sowohl bundesweit von Gruppierungen der extremen Rechten für Veranstaltungen genutzt als auch für eigene Seminare. Durch mehrere Vereine wirkt das Seminarhaus weit über Vlotho hinaus.

Der Collegium Humanum e.V. war bisher der einzige Trägerverein. Der Organisation gehört das Haus und sie gibt für Freunde und Förderer die zweitmonatlich erscheinende Zeitschrift "Stimme des Gewissens" in einer Durckauflage von immerhin 3000 Exemplaren heraus. Auf die Bauernhilfe e.V., einen weiteren Trägerverein, soll vermutlich für den Fall eines Verbots das Vermögen übertragen werden.

Der ebenfalls extrem rechte Verein Gedächtnisstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs durch bombon, Verschleppung, Vertreibung und in Gefangenenlagern plant eine Gedächtnisstätte für "Deutsche Opfer". In Borna bei Leipzig besitzt die Organisation bereits Gebäude und ein Gelände. Dort wird die errichtung eines neuen Neonazi-Zentrums befürchtet.

Der Verein zur Rehalibitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten wurde am 9. November 2003 in Vlotho gegründet. Die Leiterin des Collegium Humanum, Ursula Haverbeck, ist auch stellvertretende Vorsitzende dieser internationalen Vereinigung von Holocaustleugnern.

Der Reichsbürgerbewegung zur Befreiung Deutschlands ist das ist das Collegium Humanum eng verbunden. Die Gruppe propagiert das "Deutsche Reich" und verherrlicht den Nationalsozialismus.

Keine Heimat für Holocaustleugner

An Hitlerverehrung fehlt es nicht im Seminarplan des Collegium Humanum. "Hitler als Wille Gottes", "Hitler als Person", "Anhören einer Hitlerrede" lauten zum Beispiel die Titel einer Veranstaltung im Oktober 2005, die vor allem junge Menschen ansprechen soll. Auch 60 Jahre nach Niederschlagung des NS-Regimes gibt es Menschen, die das "Deutsche Reich" wiedererstehen lassen wollen.

Leugnung der NS-Verbrechen

Sie leugnen die Verbrechen und Greueltaten der Nazis, hetzen gegen Minderheiten und verherrlichen den Nationalsozialismus. Das Collegium Humanum ist eines ihrer Zentren. Dort finden Schulungen, Anleitungen zum Handeln oder öffentliche Veranstaltungen statt. Vor allem die millionenfachen Morde an den europäischen Juden in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten wird immer wieder geleugnet.

Systematischer Bruch von Gesetzen

Das Ziel der Gruppen und Vereine im Collegium ist der systematische und massive Bruch von Gesetzen, die Opfer des Nationalsozialismus und Minderheiten schützen sollen. Durch die ständige Wiederholung provokativer Volksverhetzungen unterscheiden sie sich auch von den meisten anderen extremen Rechten in der Bundesrepublik.

Anzahl der Volksverhetzungen überfordern Behördern

Wenngleich es etliche Strafverfahren gegen die Neonazis aus dem Collegium Humanum gibt, kommt nur ein Teil der Holocaustleugnungen vor Gericht. Die zahlreichen Volksverhetzungen in Flugblättern, Zeitschriften, auf öffentlichen Veranstaltungen oder im Internet scheinen die Behörden schon jetzt zu überfordern.

Holocaustleugnungen nicht hinnehmbar

Die Gesellschaft darf es nicht hinnehmen, wenn der Nationalsozialismus verherrlicht wird oder Todesopfer und Überlebende verhöhnt werden, indem die Existenz der Vernichtungslager und Gaskammern als Lüge hingestellt wird.

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