"Private Feier" die nächste
Von Wehrmachtsverherrlichung bis Holocaustleugnung
Angekündigt sind die Bands Eternal Pride, Sense of Pride, Cherusker und Terroritorium. Die Band Eternal Pride aus dem sachsen-anhaltinischen Blankenburg wurde durch ihre Auftritte in Belgien bei der in Deutschland verbotenen Nazimusikorganisation Blood & Honour bekannt. Die Band Sense of Pride aus Spenge trat am 1. Mai im Rahmen des Aufmarschs der Neonazis in Dortmund auf und sorgte mit ihrer Musik für einen höhere Attraktivität dieses Aufmarschs. Auch Cherusker aus dem Münster-Osnabrücker-Land, welche schon am 29.12.2007 beim Konzert in Minden auf der Bühne standen und die mit über 30 Konzerten, teils sogar im Ausland, zu den bekannten Live-Bands des RechtsRock gehören, sind wieder angekündigt. Der Lokalmatador des Abends wird jedoch Terroritorium aus Bad Nenndorf sein. Terroritorium, welche ihre gewalttätigen Inhalte schon im Namen ausdrücken, ist eine klassische Rechts-Rock-Band, welche im Bezug auf die Wehrmacht fordert: „lasst sie uns Ehren“. In Ihrem Lied „Ewige Schuld“ singt die Band mit deutlichem Bezug auf den Holocaust „die Wahrheit ist strafbar“ und leugnet damit implizit den Holocaust. Alte antisemitische Stereotypen lässt Terroritorium auch nicht aus: „Seit Generationen zahlen wir Tag ein Tag aus, ihr füllt euch die Taschen und lacht uns dabei aus.“
Weiterführung des Kuschelkurs?
In letzter Zeit konnte die die Nationale Offensive Schaumburg um Markus Winter ihre Veranstaltungen fast ungestört durchführen. Die Polizei schaute höchstens zu und begnügte sich mit der Versicherung der Veranstalter, dass alles in Ordnung sei, und zog sich auf Aussagen zurück, dass es sich um eine „private Veranstaltung“ handele, bei der man nicht hätte eingreifen können. Es wird sich zeigen, ob die niedersächsische Polizei dem Beispiel der ostwestfälischen Beamten folgen wird und den Kuschelkurs weiterführt, oder ob Winter die Veranstaltung eventuell ins vermeintlich sichere Ostwestfalen verlegt.
Gerüchten zufolge soll das Konzert in Hameln im Kino des Nazi-Staranwalts Jürgen Rieger stattfinden. Rieger hat für 12:00 Uhr zu einer Mahnwache vor dem Kino aufgerufen. Anschließend soll eine Veranstaltung im Gebäude stattfinden. Das Kino war wegen baulicher Mängel lange Zeit nicht für Veranstaltungen nutzbar gewesen, soll inzwischen aber renoviert worden sein. Ab 12:00 Uhr findet in der Deisterstraße in unmittelbarer Nähe des Kinos eine Gegenkundgebung statt. Aktuelle Informationen zur Gegenkundgebung gibt es beim Antifa-Infoportal Weser/Deister/Leine