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Ostwestfälische Naziband "Sense of Pride" bei belgischem B&H-Konzert

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Der Sänger von Sense of Pride Der Sänger von Sense of Pride
Das Publikum antwortet auch mit dem Hiltergruß Das Publikum antwortet auch mit dem Hiltergruß

„Lasst die Messer flutschen in den Judenleib“ - sangen ostwestfälische Musiker im Ausland

"Wetzt die langen Messer auf dem Bürgersteig, lasst die Messer flutschen in den Judenleib. Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik. Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik" gröhlte der Sänger ins Mikro. Das Publikum bedankt sich, indem es die Arme zum Hitlergruß emporreckt und immer wieder wird im Chor „Sieg Heil“ gebrüllt. Auch der Sänger der Band hebt den Arm zum Gruß. Der antisemitische Klassiker aus dem Nationalsozialismus gefällt der Band und dem Publikum so gut, dass die Band es zum Ende ihres Auftritts sogar noch einmal anstimmt.

So ausgelassen und offen konnte man die ostwestfälische Band Sense of Pride selten sehen. Am 1. Mai 2007, als die Band im Rahmenprogramm des Aufmarsches der Freien Kameradschaften in Dortmund auftrat, traute man sich das natürlich nicht. Aber in der Nacht vom 19.-20. April steht die Band in Belgien auf der Bühne. Eingeladen hat die in der BRD verbotene Organisation Blood & Honour. Organisiert hat das Konzert dieses Jahr nicht mehr wie in den Jahren zuvor der Verfassungsschutzinformant Sebastian Seemann, der inzwischen wegen Drogenhandels in Bielefeld verurteilt wurde. Aber seine Enttarnung hat nichts an der Attraktivität der Konzerte geändert. Ein Großteil der ca. 350 Besucher stammen aus der BRD, aber nicht nur sie. Mit Sense of Pride und Fight Tonight sind zwei  der drei Bands, die an diesem Abend auftreten, aus der BRD, die dritte stammt aus Estland. Im Verfassungschutzbericht NRW 2007 ist zu lesen: „Nach dem rechtskräftigen Verbot im Jahr 2001 sind bis heute keine Aktivitäten in NRW festzustellen, die den Fortbestand von Strukturen der 'Blood & Honour'-Organisation belegen würden.“ Hinter der Bühne des Konzerts hängt jedoch auch ein Transparent von Blood & Honour Deutschland. Wen wundert's, wo doch auch deutsche Bands auf der Bühne stehen. Schaut der Verfassungsschutz NRW nicht mal, was beim Nachbarn passiert? Bestehen in NRW keine Strukturen, wenn nordrheinwestfälische Bands wie Oidoxie oder Sense of Pride regelmäßig auf Konzerten des internationalen Blood & Honour Netzwerks auftreten? Das Agieren oder besser die Untätigkeit deutsche Behörden legt den Schluss nahe, dass diese in diesem Fall mal wieder nichts sehen, nichts sehen wollen, oder mal wieder um 17:00 Uhr Feierabend gemacht haben. Antifaschisten werden das Konzert wohl nicht so schnell vergessen.

Aktivitäten wie jene der Band Sense of Pride können nicht geduldet werden, ob die Band nun in Minden oder in Belgien auftritt.

Ein Bericht des Belgischen Fernsehen über das Konzert enthält Szenen mit der Band Sense of Pride.

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